Die Götze des Rennradfahrers

Was ist das wichtigste Teil, ohne den ein Rennradfahrer niemals losfährt?

Der Radcomputer - ein kleines Teil, das unbestechlich die Leistung misst.
Die gehandelten Einheiten sind: Anzahl gefahrene Kilometer und die Durchschnittsgeschwindigkeit. Je höher, desto besser!
Die Spezialisten ergänzen diese Maßeinheiten noch um die Höhenmeter, Kadenz und Wattzahl, um die eigene Leistung abends besser beim Bier untermauern zu können.

Für untrainierte Leute wie mich gibt es einen einzigen Grund für den Radcomputer: Es ist der Countdown. Wieviele Kilometer noch bis zur nächsten Kaffeepause? Wieviele Kilometer noch, bis die Quälerei endlich vorbei ist?

Ich schaue auf den Tacho: schon 50 Kilometer, das bedeutet, es liegen noch 50 vor mir. Ich schaue nochmal auf den Tacho - es hat sich nicht viel getan. Ich merke, ein Blick auf den Tacho im Minutentakt hilft nicht viel. Nur langsam schraubt sich die Zahl nach oben, dafür stetig. Ich zwinge mich, nicht auf den Tacho zu schauen.

Und ich frage mich: warum mache ich das eigentlich? 

aber dann... dann starten wir in die wellige Abfahrt und wir sausen mit Rückenwind und 40 Stundenkilometer* meerwärts und wir nehmen die Rampen mit größten Gängen, weil wir locker darüber fliegen und dann weiss ich wieder, warum ich das mache...

* Anmerkung: die Durchschnittsgeschwindigkeit beim Rennen Paris-Roubaix lag bei 44 km/h!

Statistik:
Tag 4: 105 Kilometer - Portochristo
Tag 5: 101 Kilometer - Petra - durch die Gärten
Tag 6: Ruhetag


Die Bucht von Portochristo

bikedress petra mallorca
Der Radlertreffpunkt Petra - Im Hintergrund Heikos "bikedress" Ableger
Gartenweg in Llubi





1 Kommentar:

  1. schöne Bilder
    rein optisch stehen da in Petra mehr Rennräder als Radfahrer da sitzen ;.-)
    schönen gruss
    Lothar

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Danke für Dein Kommentar!