Im Test: Merino Trikot/Jersey von Icebreaker (contra Rapha)

Ja, ich bin süchtig. Süchtig nach diesem alten Stoff, der neu entdeckt wurde und aus dem die sportlichen Nicht-Müffel-Träume gewebt sind - Merino.

Also habe ich nach Fahrrad-Trikots mit möglichst hohem Merinoanteil gesucht. Da habe ich entdeckt, dass die Neuseeländische Firma Icebreaker Merino Trikots (und sogar Radhosen und viele weitere Kleidungsstücke!) anbietet.

Für den Mallorca-Rennradurlaub hat mir die Firma Icebreaker ein Marino-Trikot zur Verfügung gestellt. Es handelt sich dabei um das 
Link Short Sleeve Zip Jersey.

Merkmale:
durchgängiger Reißverschluss
drei ausreichend große Rückentaschen + kleine Reißverschlußtasche
Netzeinsätze am Rücken/Achselbereich
Material: 96 % Merinowolle, 4 % Elasthan


Das Trikot ist gut verarbeitet. Für mich war der durchgehende Reissverschluss und drei ausreichend große Rückentaschen wichtig. Die Taschen konnten gut vollgestopft werden.


Komfort:
Beim Anziehen spürte ich ein ganz leichtes Kratzen, was aber später beim Tragen und Fahren nicht mehr bemerkbar war. Dies mag aber ein Punkt für Menschen mit empfindlicher Haut sein.
Das schwarze Trikot war auch gut warm. Das macht sich bemerkbar, sobald die Sonne draufscheint. Für mich war es selbst bei 24 Grad ok.

Müffel-Versuchsaufstellung:
Das Trikot wurde die ersten fünf Ausfahrten mit jeweils mindestens 100 Kilometer ohne jegliches Waschen getragen.
Den Müffeltest hat das Jersey bravurös bestanden. Die Geruchsbildung hielt sich in engen Grenzen.
Selbst Fremdschnüffler sind nicht ohnmächtig geworden!

Nach 500 Kilometern gab es die erste Handwäsche. Danach wurden nochmals 300 Kilometer damit ohne Waschen gefahren.

On the Road - im Hintergrund der Puig Mayor
Style:
Von der Optik her ist es nicht der Knüller, falsch macht man damit auch nichts. Icebreaker hat noch ein paar andere Modelle im Angebot. Ich habe ein Männertrikot in S getragen. Das hatte schon einen lockeren Sitz.

Waschen: Das Trikot ist in der Waschmaschine waschbar. Ich habe es auf 30 Grad gewaschen.

Preis: Das Trikot kostet im Shop knapp 120 Euro. Das ist für ein Trikot an sich schon ein stolzer Preis. Jedoch sind die Merinosachen überall hochpreisig.

Mallorca Rennradurlaub
Rast auf Randa
Kloster Lluc Radtour
Coll de Soller  (Weiterfahrt über Puig - Kloster Lluc nach Can Picafort)

Witzig: Mit dem Trikot bekommt man den sogenannten "Baa"-Code geliefert. Damit kann man nachverfolgen, woher sein Trikot kommt.

Die Wolle meines Trikots stammt offenbar von vier verschiedenen Farmen in Neuseeland.




Fazit: Für mich war die Geruchsbildung der wichtigste Faktor in dem Test. Das Merinotrikot hält hier, was es verspricht! Wer wenig Platz im Schrank hat, legt sich lieber drei, vier Merinoteile rein, als einen Haufen Kunstfaser.

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PS: Mein erstes Merino Radtrikot (von der britischen Snob-Marke Rapha) habe ich vor zwei Jahren bei bikedress in München erstanden, da ich zuvor sehr gute Erfahrungen mit einem Merino-Kurzarmshirt von Ortovox gemacht habe, vor allem was das Thema "nicht-müffeln" - selbst nach viel Tragen - betrifft.

Das Trikot sah gut aus, war aber eine Mischfaser, dh. Merino mit Kunstfaser gemischt. Das sorgt zwar für Formstabilität und leichten Glanz, fängt aber trotzdem an zu riechen...



1 Kommentar:

  1. Interessanter Post, ich wusste gar nicht, dass es auch ein Fahrradtrikot aus Merino gibt. Kannte das Material bisher nur von "normaler" Kleidung.
    lg Martina

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