Mallorca - Mallorca: meine 3 taktischen Tipps für das Trainingslager


Kaum angekommen, schon wieder abgereist. Mein Rennradurlaub ist vorbei. Zwei Wochen war herrliches Wetter, die dritte Woche war sehr windig und regnerisch. Und eigentlich konnte ich das Rennrad auch schon garnicht mehr sehen..

Ich hatte während der 1.000 Kilometer, die ich geradelt bin, viel Zeit mir Gedanken zu machen und habe mir überlegt, welches meine drei taktischen Tipps für das Trainingslager sind...

Rennradurlaub auf Mallorca
Bucht in Sa Coma

1. Zahlen, während die anderen noch gemütlich abhängen.
Ich nutze die Pinkelpause, um gleich meine Rechnung zu begleichen. Während die anderen gleichzeitig die Börsen zücken, schlendere ich entspannt zu meinem Rad und positioniere mich strategisch hinter dem Guide (nicht daneben, sonst müsste ich ja im Wind fahren!).

2. Die richtige Gruppe: Wenn ich am ersten Tag sowohl den Berg hoch als auch den Berg runter Letzte bin, weiss ich, das nicht die richtige Gruppe. Da wechsle ich lieber in eine Gruppe, die langsamer ist und kann das Radeln dann geniessen

3. Taktik am Berg: Bei der Bergwertung geht es um Ruhm und Ehre. Ich fahre den Berg in meinem Wohlfühltempo hoch. Sollte ich es tatsächlich schaffen, dass ich jemanden einhole, so pirsche ich mich langsam ran (schnell geht sowieso nicht) und kalkuliere die Überholchancen. Viele haben wenig Lust von einer Frau (!) überholt zu werden und ziehen entsprechend an. Dann heisst es, dranbleiben und die Kräfte des anderen ausloten. Die wichtigste Regen für mich: die Kurven möglichst aussen/flach fahren. Den kürzeren Weg zu fahren kostet deutlich mehr Kraft. Und dann, in der Kurve Schwung holen und auf der Gerade vorbeiziehen... und dann noch genug Puste haben, um sich nicht mehr einholen zu lassen.

und.. Geheimtipp Nummer vier, wenn man alleine unterwegs ist: Sollte sich die Gelegenheit ergeben, eine Gruppe zu finden, so kann man diese als Windschattenparasit nutzen. Man nähere sich lautlos an - quasi russisches Atom U-Boot mit Raupenantrieb - und dockt an der Gruppe an. Nun geniesse man die Energieeffizienz. Sollte der Vordermann etwas bemerken und sich umdrehen, kann man entweder freundlich winken oder die Lippen spitzen und verlegen in die Luft schauen. In der Regel werden die Windschattenparasiten toleriert. Sollte man die Gruppe wegen abweichender Streckenführung verlassen, ist ein kurzer Dank angebracht.







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