Bericht von der Münchner Radlnacht

Komme gerade nach Hause und bin noch ganz verzaubert von der Radlnacht… also frisch aus dem Gedächtnis berichtet:

Die Vorbereitungen waren anspruchsvoll. Am Vortag 60 Kilometer Wadltraining im Münchner Westen absolviert und dann noch eine Tätowierung, schliesslich soll alles perfekt sein.

Dann rauf auf das Fahrrad und Richtung Glockenbach. Da viele, viele Radl-Wadl Radmagazine transportiert werden wollten, hatte ich das Glück, dass mir Peter von hinterher.com einen Hänger zur Verfügung gestellt hat.







mein Gefährt mit Lastenanhänger
Eine Stunde vor Abfahrt bin ich am Odeonsplatz angekommen, wo schon einiges los war. Ich habe mich in der Nähe der Bühne platziert. Der Strom für die Musik musste in diesem Jahr erstrampelt werden. Eigentlich wollte ich es selbst ausprobieren, aber es wurde nie ein Sattel frei. Es sah so aus, als würde es den meisten einen Heidenspaß machen...

so geht CO2 neutrale Stromerzeugung… 

Danach kam der Startschuss, pünktlich um halb neun. Bis ich losgefahren bin, verging locker noch eine halbe Stunde. In der Zwischenzeit habe ich mich mit Stefan Kerscher, dem Geschäftsführer von Rapid Kurierdienste unterhalten, der mit seinem Gefährt Lasten in München transportiert.

Rapid ersetzt den
motorisierten Lastverkehr
Und dann setzte sich die Masse langsam in Gang. Eines der schönsten Momente an der Tour ist die Fahrt durch den Altstadtring. Gewöhnlich nur für Autos reserviert, zischen an diesem Abend die Radfahrer durch den Tunnel. Das ist der erste Moment auf der Strecke, wo man zügiger Strecke machen kann, bevor die ersten Verjüngungen jegliches Tempomachen im Keim ersticken.

Danach geht es auf einer wunderbaren Route rund um die Altstadt. Das Wetter war lau. An der Strecke viele Zuschauer, die gewunken und gerufen haben, unter anderem Jürgen Schmid von Fidelio, dem Fachgeschäft für Radanhänger.

Das größte Erlebnis in diesem Jahr war für mich akustisch. Teile der Strecke wurden ohne große Klingelkonzerte gefahren und so war es nahezu gespenstisch Still. Leise Unterhaltungen hier und da und plötzlich nimmt man diese Stadt ganz anders wahr. Leute die sich in den Straßencafes unterhalten, Vogelgezwitscher und das trotz Tausender Leute, die unterwegs sind… (und man träumt davon, wie schön es wäre, könnte doch die ein oder andere Straße für motorisierten Verkehr gesperrt..).

Und irgendwann ist auch die schönste Fahrt zu Ende. Zurück am Odeonsplatz habe ich noch die Tallbikes der Bikekitchen Augsburg bewundert. Mit den Machern der Bikekitchen München gesprochen und viele FahrradfreundInnen getroffen und neu kennengelernt.
Mein Fahrradmagazin wurde gerne mitgenommen, was mich sehr freut! Auch mein "I Bike Munich" Shirt fand Beachtung.

Sigi in Action hat den Start aufgenommen und auf youtube zur Verfügung gestellt:



Alles in allem ein toller Abend mit vielen, schönen Begegnungen.

Danke Radlhauptstadt, Danke ihr zahlreichen freiwilligen Helfer, Danke Polizei München und alle, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben!

Es war super und ich hoffe, es gibt eine Wiederholung!

Kommentare:

  1. Danke für die schöne Beschreibung. Gruss aus Franken.

    Klaus

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  2. Toll wie du die Atmosphäre eingefangen hast
    Gruß aus der kanadischen Radlhauptstadt

    Michael

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  3. Das sieht wirklich sehr schön aus und auch die Beschreibung ist sehr informativ, danke dafür! Die Atmosphäre kann man richtig spüren, gefällt mir sehr!

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Danke für Dein Kommentar!